Wohnmobil RICHTIG Winterfest Machen: 21 Tipps Als PDF


Du bist eine tolle Saison vom Frühjahr bis zum Herbst mit Deinem Wohnmobil gefahren, und jetzt wird es Zeit, Dein Wohnmobil winterfest zu machen. In diesem Beitrag liefern wir 21 Tipps, die Du am Ende als Checkliste in PDF runterladen kannst.

So, bevor es gleich los geht, noch ein paar Anmerkungen. Hole Dir einen heißen Kaffee, und nimm Dir Zeit, den Beitrag bis zum Ende zu lesen.

Dich erwarten 2 Videos, einige Bilder, und am Ende jede Menge gute Links zu interessanten Beiträgen mit wertvollen Informationen!

Los geht’s…

1. Vorbereitung

Es spart Dir bei den eigentlichen Arbeiten Zeit und Geld, wenn Du Dich mit einer guten Planung auf das Thema vorbereitest. Du willst wissen, was Du selber machen kannst, wo Du die Arbeiten ausführst, wann es zeitlich am günstigsten ist, wer Dir zur Hand gehen könnte.

Du möchtest Dein Wohnmobil ganzjährig fahren, oder hast Dir soeben ein gebrauchtes Wohnmobil gekauft, das Du nachträglich wintertauglich machen wirst.

Dann müssen Werkzeug und Hilfsmittel vielleicht noch eingekauft werden, und zu guter letzt braucht es vielleicht noch Terminvereinbarungen mit Werkstatt, TÜV oder einem Serviceunternehmen.

Du wirfst natürlich zuerst einen prüfenden Blick in Deine Werkstatt, machst eine Bestandsaufnahme, und erstellst anschließend eine lange Liste, was Du noch besorgen mußt.

Hier ein paar Anregungen, was Du bei Deiner Aktion “Wohnmobil winterfest machen” gut gebrauchen kannst:

  • Ausziehbare Teleskop-Waschbürste
  • Frostschutzmittel
  • Glycerin oder Talkum
  • Gummihandschuhe
  • Kabeltrommel
  • Leiter
  • Mikrofasertücher (verschiedene Größen)
  • Putzeimer und Reinigungsbürste
  • viele weitere Anregungen bekommst Du im nächsten Kapitel

Das war eine gute Sache, jetzt kannst Du mit der gründlichen Reinigung Deines Wohnmobils starten!

2. Gründliche Reinigung

Wie bei jeder umfangreichen Aktion an Fahrzeugen, beginnt man zuerst mit einer gründlichen Reinigung. Es macht viel mehr Spaß ein sauberes und trockenes Fahrzeug vor sich zu haben, und außerdem kann man das Fahrzeug richtig untersuchen, was wir im nächsten Kapitel besprechen.

Grundsätzlich kann man diese Reinigung in folgende Punkte unterteilen:

  • Außenreinigung
  • Innenreinigung
  • Motorwäsche
  • Reinigung von Markise, Vorzelt, und Ausrüstung
  • Unterbodenwäsche
Alles Zum Thema: Wie Reinige Ich Mein Wohnmobil Richtig?

Du merkst also schon, daß dies bei gründlicher Durchführung Zeit und Energie kostet, die sich jedoch ganz bestimmt für Dich auszahlt.

Wäre doch toll, wenn Du jemand hast, der Dir hilft. Du reinigst das Wohnmobil von außen, und in der gleichen Zeit, wird vom Helfer das Wohnmobil im Inneren auf Vordermann gebracht.

Wow – das war eine ganz schön harte Arbeit. Ein kleines Päuschen wäre jetzt nicht schlecht😀

Tip: Wenn Du das Thema richtig meistern willst, dann lies unbedingt unseren Beitrag “Wie Reinige Ich Mein Wohnmobil Richtig?” aufmerksam durch, denn dieser ist vollgepackt mit wichtigen Informationen!

3. Wohnmobil Inspektion

Glückwunsch zum sauberen Fahrzeug und vielleicht auch zur Teamarbeit…

Jetzt hast Du Dir eine gute Basis geschaffen, Dein Wohnmobil gründlich von außen und innen in Augenschein zu nehmen. Falls Dir was abnormales auffällt, so kannst Du Dir sofort Notizen machen, oder besser noch kurz mit dem Handy ein Foto schießen.

Falls Du Dir nicht sicher bist, was da nicht in Ordnung ist, so kannst Du Dir eine zweite Meinung von einem Camperfreund oder gar einem Fachmann holen, und mußt nicht gleich das Wohnmobil irgendwo hinfahren.

Falls Du jemand bist, der gerne selber repariert oder Teile auswechselst, so sind die Bedienungsanleitung und Youtube Dein bester Freund.

Es ist immer von Vorteil als Besitzer sein Wohnmobil in und auswendig zu kennen, denn das gibt viel Zuvertrauen bei Pannen, die auf jeder Tour vorkommen können.

Tip: Erfasse sorgfältig alle Mängel oder fehlende Teile, damit diese umgehend in Ordnung gebracht werden können, und Dein Wohnmobil stets sicher und einsatzbereit ist!

4. Wohnmobil Wartung

Du bist ein gewissenhafter und verantwortungsbewußter Wohnmobilbesitzer, und achtest daher auf die Einhaltung der regelmäßigen Wartungen sowie Serviceintervalle.

Es liegt also nahe, wenn Du Dein Wohnmobil winterfest machst, das in Verbindung mit der Wartung von Fahrzeug und Technik zu machen.

Schaue also in Deinem Serviceheft nach, und erhalte einen Überblick der erforderlichen Arbeiten.

Villeicht sind nur Öl- und Filterwechsel notwendig, und Du kannst dann gleich alles in einem Abwasch machen. Das wäre eine tolle Sache, und hilft nebenbei auch noch Geld sparen!

Oder aber Du stellst fest, daß nach dem derzeitigen KM-Stand eine größere Inspektion fällig ist, für die Spezialwerkzeuge als auch ein höheres Maß an technischer Erfahrung notwendig sind. Dann würde es vielleicht Sinn machen, die kompletten Arbeiten der Inspektion als auch das Winterfest machen der Werkstatt zu übertragen.

Tip: Manchmal ist es gut über die Zeit nachzudenken, und gewisse Jobs an eine Firma oder Dienstleister zu geben, um die so gewonnene Zeit für andere wichtige Projekte sinnvoller einzusetzen.

5. Wasserleitungen

so sollte es nicht aussehen…

Jetzt mußt Du die Wasserleitungen im Wohnmobil winterfest machen, und in kurzform gesprochen geht das so:

Am Anfang trennst Du die 12 Volt-Versorgung Deiner Wasserpumpe, entleerst das Wasser vollständig, läßt die Wasserleitungen trocknen, füllst Frostschutzmittel sein, räumst Dein Wohnmobil komplett aus, deckst sämtliche Luftschlitze und Löcher ab, und stellst am Ende Dein Wohnmobil auf Böcke.

Tip: Wenn Du Profi Tipps zu diesem Thema suchst, dann ist unser Beitrag genau richtig für Dich!

In diesem Beitrag haben wir das Thema auch auf die Wassertanks, Wasserpumpen, Schläuche und Stecksysteme, Warmwasserbereiter als auch die Entwässerung von Grau- und Schwarztank erweitert.

Auch werden einige wertvolle Tipps gegeben, wie Du Dein Wohnmobil nachträglich winterfest machen kannst. Da wird sogar auf ein ganz spezielles Fabrikat eingegangen, wo viele Besitzer das Problem kennen, und diese Ideen gerne als Lösung annehmen.

Zusätzlich wird auf einen interessanten Beitrag verlinkt, wo die einzelnen Schritte mit animierten Bildern auf leicht verständliche Art und Weise jedem interessierten Camper Lust auf das Lernen machen.

6. Wassertank

Selbstverständlich gehört zur Winterfestigkeit Deines Wohnmobils auch das Reinigen und Desinfizieren des Wassertanks.

Bereits vor dem Antritt der Wohnmobilreise sollte alles getan werden, um Schmutz und Bakterien erst gar nicht in den Wassertank gelangen zu lassen. Somit vermeidet man Krankeiten, die dann gerne im Sommer in Ländern auftreten, wo das Wasser nicht so sauber wie in Deutschland ist.

Auch zu diesem Thema haben wir einen sehr ausführlichen Beitrag geschrieben, der Dich zum Trinkwasserexperten macht.

Denn alles was Du jetzt, nach der Reisesaison machen mußt, hängt auch ein bisschen von der Vorbeugung ab, die mit dem Saisonstart im Frühjahr umher geht.

Deshalb haben wir bei der Recherche dieses Beitrags, viel Zeit und Mühe aufgewandt, damit Du zum eigentlichen Thema noch obendrein einen extremen Mehrwert erhälst.

Du erfährst dort alles über Schadstoffe im Trinkwasser, sowie deren Auswirkungen. Es wird der komplette Wasserkreislauf erklärt, und in einer sehr guten bildlichen Grafik mit Bild und Text erläutert.

7. Toilette

Quelle: Thetford

Überall wo Feuchtigkeit auftritt, sowie Flüssigkeit beinhaltet, gehört es zu diesem Projekt. Aus diesem Grund muß also auch die Wohnmobil Toilette winterfest gemacht werden.

Du hast vermutlich die Toilette im Rahmen Deines Jobs unter Kapitel 2 “Gründliche Reinigung” ordnungsgemäß und sorgfältig gesäubert.

Jetzt im 2. Schritt spülst Du den Spülwassertank so gründlich aus, daß keine Ablangerungen mehr vorhanden sind.

Anschließend leerst Du diesen Tank vollständig aus, bevor Dein Wohnmobil auf dem “Winterstellplatz” zum Überwintern abgestellt wird.

Laß bitte den WC-Deckel (Verschlußplatte) während der kompletten Zeit der Überwinterung offen stehen. Dies verhindert Schäden an der Verschlussplatte sowie das Austrocknen der Dichtung von der Verschlussplatte.

Löse bitte außerdem den Deckel der Ausgießtülle, damit der Fakälientank gut auslüften kann.

Das Optimum erreichst Du, wenn Du die Dichtung als auch die Verschlussplatte des Fäkalientanks mit speziellem Mittel, wie beispielsweise dem Seal Lubricant von Thetford einsprühst.

Tip: Im Gegensatz zur normalen Reinigung solltest Du bei dieser “Jährlichen Aktion” chemische Hilfsmittel verwenden, damit sämtliche Bakterien abgetötet werden!

8. Dusche

Im Bad werden das Waschbecken und die Dusche ständig genutzt, sowie die Armaturen ständig auf und zugedreht!

Nachdem Du jetzt alle Leitungen nach den Vorgaben des in Kapitel 6 verlinkten Beitrags gespült hast, ist es jetzt an der Zeit, diese über den Winter offen zu lassen.

Wenn Du es ganz genau machen willst, kannst Du das Wassersystem mit Druckluft ausblasen. Dazu benötigst Du einen kleinen Kompressor, und einen Schlauch mit Druckpistole.

Der innere Mechanismus und die Ventile bleiben somit unbeschädigt, weil kein Wassertropfen in der Leitung einfrieren kann.

Mann kann auch sein Wasserleitungssystem und die Armaturen dauerhaft und regelmäßig entwässern, und kann somit auf komfortable Weise kostspielige Frostschäden im Winter vermeiden.

So ein Produkt nennt sich Floe-System und kostet etwa 60 Euro. Wir haben ein Video gefunden, das dieses Entwässerungssystem sehr gut erklärt.

Stelle ebenso sicher, daß Deine Wasserpumpe vom Strom getrennt wird. Das kannst Du über zwei Möglichkeiten erreichen. Erstens über einen Trennschalter, oder aber das Abklemmen vom Stromkreis.

9. Anregungen von Youtube

Als Camper weißt Du, daß man am besten von anderen Campern dazu lernt. Es macht natürlich am meisten Spaß, sich beim Grillen über seine Erfahrungen auszutauschen.

Falls Dir am Feierabend etwas Wichtiges einfällt, und Du hast jetzt keine Möglichkeit, Deinen Freund oder Kollegen zu fragen.

Deshalb ist Youtube so sinnvoll, denn dort findest Du alle Themen in sämtlichen Sprachen, rund um die Uhr spannende Themen, um Deine Probleme zu lösen.

Womo.blog: Winterfest – Wir machen das Wohnmobil winterfest

Dies ist ein Video, bei dem Du von einem anderen Camper lernst, indem Du ihm über die Schulter guckst.

Ebenso gibt es tolle “Bildungsvideos” von Verbänden, Organisationen, und selbstverständlich von den Herstellern.

Abonniere also Kanäle, die Dich ansprechen und bilde Dich ständig weiter, um so auf dem Laufenden zu bleiben.

Vielleichst kommst Du dann ebenso auf den Geschmack, Deine eigenen Erfahrungen als Camper mit anderen zu teilen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Dir mit diesem Beitrag Anregungen bieten konnte, wo wir alle auch durch Deinen Youtube Kanal lernen dürfen!

10. Abstellplatz

Ein fester Untergrund, wo keine Feuchtigkeit von unten kommt!

Wo Du Dein Wohnmobil im Winter abstellst, hat entscheidenden Einfluß wie Deine Vorbereitungen und Arbeiten verlaufen. Der beste und sicherste Platz ist eine Halle oder Garage, wo Dein Wohnmobil trocken und diebstahlsicher überwintern kann.

Tip: Falls Du den Platz mieten mußt, achte unbedingt darauf, daß dort keine Feuchtigkeit rein kommt!

Das hat auch den riesigen Vorteil, daß Du diese Zeit optimal nutzen kannst, um ein paar Veränderungen wie das Einbauen von Solar- oder Elektrokomponenten vornehmen zu können.

Es arbeitet sich nämlich viel entspannter, wenn die Arbeitsumgebung trocken, sauber und mollig warm ist. Dann klappt’s auch mit der Kreativität😇

Falls Du Dein Wohnmobil im Freien überwintern lassen willst, dann sind mehr Schritte beim Einmotten notwendig. Besorge Dir hierzu eine mobile Garage oder mindestens eine gute und starke Abdeckplane, um Dein Fahrzeug vor Schmutz und Blätter zu schützen.

Tip: Achte beim Abdecken darauf, daß die Belüftungsschlitze immer frei bleiben können!

11. Feuchtigkeit im Wohnmobil

Gewisse Dinge wie Strom lieben keine Feuchtigkeit. Und Du magst bestimmt kein Schimmel oder Rost, stimmts?

Feuchtigkeit ist ein Thema, das im Wohnmobil ganzjährig vorherrscht. Deshalb muß man beim Überwintern seines Wohnmobils ganz stark darauf achten, sämtliche Quellen zu untersuchen, wo nur ansatzweise Feuchtigkeit auftreten kann.

Als gute Vorbeugung verwendet man in Jahreszeiten mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Niederschlägen einen Luftentfeuchter. Natürlich sollte man diesen gerade auch im Winter einsetzen.

Damit Du immer auf der sicheren Seite bist, kannst Du ein Messgerät verwenden, bei der Du die relative Luftfeuchtigkeit von normalerweise 45 -60 % kontrollieren kannst.

Wir haben 2 verschiedene Anbieter von Messgeräten gefunden, die wir am Ende unter dem Kapitel “Informationsquellen” verlinken.

Sollten Deine Werte höher liegen, dann mußt Du Dein Wohnmobil unbedingt auf versteckte Wasserschäden untersuchen. Du kannst auch über eine Dichtigkeitsprüfung nachdenken, um mögliche Ursachen der Feuchtigkeit zu finden. Wie Du so etwas selber durchführen kannst, wird in diesem Beitrag sehr ausführlich mit etlichen Bildern beschrieben.

Tip: AirSain hat einen guten Beitrag zu Thema “Feuchtigkeitsprobleme in Freizeitmobilen” geschrieben.

12. Richtiges Lüften

Eine Grundvoraussetzung für gute Luft im Wohnmobil ist eine ausreichende Belüftung, die für ein gutes Raumklima sorgt und Schimmelbildung verhindert.

Neben den eingebauten Lüftern und Dachluken, die teilweise automatisch bei Regen sich schließen und öffnen, ist selbstverständlich das eigene Verhalten von entscheidender Bedeutung.

Gerade beim Duschen oder Kochen entstehen heiße Dämpfe, die sich gerne auf der Innenhaut des Wohnmobils absetzen, und langfristig Feuchtigkeitsprobleme verursachen.

Das hat bereits so mancher schmerzlich erfahren, nachdem er günstig ein älteres Wohnmobil erworben hatte, und später ganze Fußböden erneuern durfte. Denn falsches Lüften führt definitiv zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit, die gerade im Holz schnell eindringt und dieses Material auf Zeit zerstört. Und dann ist die Möglichkeit von Undichtigkeiten nicht mehr weit entfernt.

Achte also immer auf eine frische Luft im Wohnmobil und sei sehr wachsam, wenn schlechte und muffige Gerüche aufkommen.

Tip: Mache es Dir zur Gewohnheit jeden Tag zu lüften, sowie mindestens 1 x pro Monat hinter Schränke und und Stauräumen zu schauen, um diese auf Feuchtigkeit zu untersuchen!

13. Produkte

Quelle: Fritzberger.de – Teleskopleiter

Ohne Hilfsmittel und gewisse Produkte kann man so ein wichtiges Unterfangen natürlich nicht durchführen!

Als sehr praktisch hat sich stets eine Teleskopleiter erwiesen, um das Fahrzeug überall gut reinigen zu können. Ebenso lassen sich schnell Markisen an- und abbauen. Desweiteren sieht man schnell was auf dem Dach los ist, und kann bei Schäden auch mal Notreparaturen durchführen.

Einen Einmal Schutzanzug erweist sich gerade bei Nässe und Feuchtigkeit als idealer Begleiter, wenn man seinen Mann als Reiniger oder Inspektor stehen muß. Praktisch auch auf Reisen, wenn mal eine Panne auftreten sollte. Wiegt nichts, und ist unter dem Fahrersitz schnell verstaut.

Ein Batterieladegerät kann Dir das Leben leichter machen, wenn beim Start zur großen Aktion leider die Batterie schwächelt und nicht so recht starten möchte. So ein Gerät gehört in jeden guten Haushalt und wird Dich schnell zufrieden stimmen. Außerdem ist es auch sehr nützlich auf Deinen Reisen!

Tip: Weitere nützliche Hilfsmittel und Produkte, die Dir helfen Dein Wohnmobil schnell und einfach winterfest zu machen, findest Du am Ende im Kapitel “Informationsquellen“.

14. Winterreifen

Du machst Dein Wohnmobil winterfest und mußt Dir natürlich auch Gedanken zu den nächsten Reisen machen, als auch auf Deine aktuelle Situation der montierten Reifen.

Gehen wir davon aus, daß Du fast ganzjährig mit Deinem Wohnmobil unterwegs warst, und gerade aus dem Winterurlaub zurück bist.

Wir haben jetzt Ende Januar, und Du hast Winterreifen montiert. Dein Job ist es jetzt, die aktuellen Winterreifen zu überprüfen. Falls Sie in gutem Zustand sind, wäre jetzt die beste Zeit, mit der Einwinterung des Wohnmobils den Reifenwechsel auf Deine Sommerreifen vorzunehmen.

Dann kannst Du im Frühjahr sofort starten, und mußt Dir keine Gedanken über den üblichen Reifenwechsel machen.

Stellst Du Mängel bzw. Verschleiß an Deinen Winterreifen fest, dann ist es ratsam dieses Problem erst in der nächsten Wintersaison zu lösen. Du bekommst dann neue Modelle, und bist wieder sicher auf den verschneiten Straßen unterwegs.

Tip: Falls Du wenig Platz hast, dann suche Dir einen kompetenten Reifenhändler, der den Reifensatz der anderen Saison für Dich einlagert!

15. Kosten

Als wir die Kosten für das winterfest machen eines Wohnmobils recherchiert haben, kamen auch Seiten, die die Kosten für Stellplätze im sonnigen Süden zur Überwinterung. Das könnte so manchen auf die Idee bringen, und sich die folgende Frage stellen:

“Warum soll ich Zeit und Geld für die Einmottung meines Wohnmobils aufwenden, wenn ich doch viel lieber ganzjährig meinem Hobby nachgehen kann?”

UNBEKANNTER DENKER

Vermutlich haben Ruheständler diese Idee aufgegriffen, und setzen es bereits in die Praxis um:-)

Wir haben tatsächlich nichts zu den Kosten gefunden. Noch nicht einmal eine Fachfirma, die so einen Service anbietet.

Das einzige was wir zum Thema Kosten aufgespürt haben, sind Abstellplätze, und wir haben dazu folgendes:

Überdachte Flächen pro Abstellplatz kann man bereits ab 20 Euro je Monat finden. Die monatlichen Mietpreise für einen Platz in einer Halle betragen zwischen 50 bis 100 Euro.

Folgende Links haben wir hierzu für Dich erstellt:

Das scheint ein nachgefragter Markt zu sein, denn wir haben nur eine kurze Liste erstellt, verglichen mit dem großen Angebot!

16. Winterfest vs Wintertauglich

Ich war vor einigen Jahren bestimmt nicht der Einzige, der diese beiden Begriffe regelmäßig verwechselt hat. Damit unsere Leser nicht das gleiche Problem haben, sind wir dem zuvor gekommen.

Wie man also schön aus der obigen Bild-Montage erkennen kann, ist das linke Wohnmobil bereits winterfest gemacht worden, und kann somit hier seine Auszeit im Winter haben, um dann wieder im Frühjahr rechtzeitig zur Saison startklar zu sein.

Das rechte Fahrzeug hingegen wurde erst vor kurzem mit einer Standheizung ausgestattet, und es wurden ein Satz an Isoliermatten für die Scheiben gekauft, damit dieses Wohnmobil wintertauglich wurde.

Der Begriff “Wintertaugliches Wohnmobil” wird auch nach einer Norm geregelt und in 3 Stufen eingeteilt. Die Stufe 3 hat die höchste Anforderung, und besagt das Folgende:

Der Hersteller muß den Test nach der Norm EN 1646-1 erfolgreich absolvieren. Das bedeutet, daß das Wohnmobil bei einer Außentemperatur von minus 15 Grad Celsius innerhalb von zwei Stunden mit der serienmäßigen Heizung auf 20 Grad Innentemperatur steigen muß.

Tip: Trotz dieser Unterscheidung wird man immer wieder mit beiden Begriffen ein und dasselbe meinen – ein interessanter Beitrag hierzu von Hymer.

17. Wichtige Ausstattung

Quelle: Truma.de – Standheizung

Hier springen wir zum Thema “Wintertauglichkeit”, und wollen auf ein paar Punkte hinweisen, wie man sein Wohnmobil warm und behaglich zum Wintercamping nutzen kann.

Normalerweise haben neuere Wohnmobile bereits eine Standheizung eingebaut. Ansonsten wäre diese auch in einem Fachbetrieb einfach nachzurüsten.

Wo viele Wintercamper darauf schwören, sind die Wohnmobile mit Doppelboden. Das ist eine konstruktionstechnische Angelegenheit, und läßt sich nicht nachrüsten!

Die Camper mit Kastenwagen sowohl als Neukauf oder auch als Ausbau wissen bereits um die sehr dünne Wand in der nackten Blechkonstruktion. Da ist akuter Handlungsbedarf angesagt, ebenso wie beim Bodenaufbau, wo die Kälte ins Fahrzeug kommt.

Je nach Fahrzeug und Hersteller kann man seine Wintertauglichkeit mit Zusatzpaketen erreichen. Oder aber man muß selber aktiv werden bei der Planung und Organisation, falls man diese Arbeit nicht an einen speziellen Dienstleister vergeben möchte.

Im letzten Kapitel haben wir wieder wichtige Links für Dich aufgelistet!

18. Korrekte Beladung

Gewicht und Gleichgewicht sind bei der korrekten Beladung eines Wohnmobils wichtig, im Winterbetrieb umso wichtiger. Was kann man also tun, damit man das richtig anstellt?

Zuerst sollte man seine Werte vom KFZ-Schein kennen. Du mußt also das Leergewicht und das zulässige Gesamtgewicht kennen. Die Differenz ergibt dann Deine Zuladung!

Das Gute beim Wintercamping ist, daß neben der Ski-Ausrüstung keine weiteren schweren Sportgeräte anfallen, wie sie oft für das Sommercamping mitgeschleppt werden.

Prima, dann brauchst Du jetzt also hauptsächlich darauf zu achten, daß das Gewicht gleichmäßig verteilt wird. Dazu legst Du die Packstücke links und rechts neben das Fahrzeug, bevor Du alles verstaust. Das verschafft Dir den besten Überblick!

Tip: Schwere Sachen immer gleichmäßig über den Achsen laden!

19. Sicherheitsfahrtraining

Unter professioneller Führung kann man als Camper sehr viel lernen. Wenn Dir also das sichere Lenken und Führen Deines Wohnmobils besonders bei Eis und Schnee am Herzen liegt, dann denke über einen Kurs nach.

Neben dem ADAC und privaten Schulen, bieten mittlerweile auch die Hersteller solche Fahrsicherheitstrainings an.

Einen ganzen Tag sowie etwa 180 Euro für Deine Sicherheit zu investieren, ist eine gute Sache. Hier ein paar Dinge, die man dort lernen kann:

  • Kurze Einführung ins Thema Fahrsicherheit
  • Trainieren der Notbremse bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten
  • Kennenlernen von Grenzbereichen in der Kurve (Kippmoment)
  • Notbremsung im Kurvenbereich
  • Rückwärtsslalom: lerne die Abmessungen Deines Wohnmobils richtig einschätzen (Breite/Länge)

Tip: Falls Dich so ein Kurs interessiert, wäre das vielleicht mit einem Camperfreund noch besser. Link ist im letzten Kapitel!

20. Batterie & Stromversorgung

Gerade im Winter sind viele elektrische Geräte im Einsatz, um Dir Komfort, Wärme und Behaglichkeit zu bieten.

Da muß alles auf den Punkt stimmen, und Du kannst Dir keinen Ausfall leisten. Ebenso willst Du ein Wohnmobil, daß jederzeit sofort anspringt, ebenso bei Minustemperaturen.

Und was wir überhaupt nicht vergessen dürfen, daß wir hier von 2 verschiedenen Batteriekreisläufen sprechen.

Da ist zum einen Deine Starterbatterie, die allzeit Deine Fahrtüchtigkeit gewährleistet.

Und zum anderen die Batterie/n, die Deine kompletten elektrischen Geräte wie Licht, Wasserpumpe, Boiler, Herd, Computer, Kühlschrank, etc. versorgt.

Wenn also bei Deiner Fahrzeugüberwinterung das Wohnmobil längere Zeit steht, dann bist Du auf der sicheren Seite, wenn Du Die Batterien abklemmst, ausbaust, und trocken lagerst!

Tip: Nimm’ Dir also etwas Zeit, bevor die kalte Periode kommt, um Dein komplettes Stromsystem zu überprüfen.

21. Wohnmobil aus Winterschlaf holen

Herzlichen Glückwunsch! Nach getaner Arbeit, kaltem Winter und einer langen Auszeit, darfst Du ENDLICH wieder Dein gutes Stück aus der Halle schieben😀

Du kannst jetzt wieder Deine Batterie holen, und dem Einbau stets nicht mehr im Wege.

Sollte Dein Wohnmobil im Freien überwintert haben, dann gibts natürlich ein bisschen mehr zu tun. Als erstes wirst Du die Abdeckplane vom Fahrzeug nehmen, und mit einer gründlichen Außenreinigung beginnen.

Anschließend kontrollierst Du zuerst von Außen, ob alles seine Richtigkeit hat. Dann geht es mit der standardmäßigen Überprüfung von Ölstand, Wasserständen und Batteriestärke weiter. Dann siehst Du Dir das Wohnmobil von innen auch sehr gründlich an.

Tip: Mache gleich eine Probefahrt und teste die Bremsen und das Lenkverhalten.

Wir wünschen Dir einen tollen Start in die neue Saison und allzeit gute und sichere Fahrt!

Bonis

Als Belohnung für das Lesen bis hierher, erhälst Du noch ein paar sehr gute Infoseiten, die das vorherige Thema abrunden! Und selbstverständlich alle besprochenen Tips als PDF zum runterladen.

Informationsquellen

21 Tips als PDF zum runterladen

Elisa Ganzinger

Die gute Seele im Autoren Team, die immer wieder auf der Suche nach interessanten Themen für unsere Leser ist.

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