7 Vorurteile gegen Wintercamping Und Was Davon Wahr Ist


7 Vorurteile gegen Wintercamping und was davon wahr ist

Wintercamping ist bereits zu einer Lieblingsbeschäftigung einiger Camper geworden. In der Ruhe der kälteren Monate wird das Camping ein besonderes Erlebnis, denn es ist sehr gemütlich. Ein zusätzlicher Vorteil ist, daß in der Regel einige Campingplätze ziemlich leer sind, und so kann man mit seinem winterfesten Wohnmobil sich die schönsten Plätze sichern. Neben sämtlichen Vorteilen für Camping im Winter, haben wir hier die 7 größten Vorurteile über Winter WOHNMOBIL Camping, die Dich abhalten könnten.

1. Die Wasserleitung im Reisemobil kann im Winter nicht benutzt werden

Dieses Vorurteil kann während der Zeit gelten, wenn das Wohnmobil winterfest gemacht und eingemottet wurde. Ansonsten ist es jedoch möglich in den Wintermonaten alle sanitären Einrichtungen des Wohnmobils zu nutzen.

Hier sind 3 wichtige Gegenstände mit denen Du Dein komplettes Wasserleitungssystem in Deinem Wohnmobil während des Wintercampings nutzen kannst:

2. Die Gasheizung bringt Feuchtigkeit in das Wohnmobil

Dieses allgemeine Vorurteil ist absolut unwahr. Solange Deine Wohnmobilheizung nach draußen entlüftet wird, geht die feuchtigkeitserzeugte Luft ebenso nach draußen, sobald das Gas verbrannt ist. Die warme Hitze bleibt drinnen, um Dich schön warm und gemütlich zu halten.

3. Es ist zu kalt für Camping

Winter WOHNMOBIL Camping ist eigentlich sehr gemütlich, wenn Du Dich richtig vorbereitest. Die meisten modernen Wohnmobile kommen mit irgendeiner Form von Heizung, um Dich warm und wohlig zu halten, auch wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.

Und hier sind ein paar Ideen, wie Du Dein Wohnmobil für ein gemütliches Wintercamping vorbereiten kannst:

  • Baue dicke, isolierte Vorhänge ein, damit die warme Luft stets drinnen bleibt.
  • Besorge Dir eine beheizte Trinkwasserleitung.
  • Bring auf Deine Reise eine extra Gasflasche als Reserve mit.
  • Packe soviele Winterkleidung wie möglich ein, denn bei Nässe brauchst Du EXTRA Reserven wie: Lange Unterwäsche, Handschuhe, Mütze, Winterstiefel, Pullis, Wintermantel, Schneehose, Dicke Socken.
  • Besorge Dir ein Fleece Bettwäscheset! Dieses ist extrem weich, warm und gemütlich.
  • Belege Dein Fußboden mit Teppichboden oder Läufern.
  • Packe für jede Person Handwärmer ein, denn das liefert zusätzliche Wärme.
  • Bringe eine Wohnmobilschürze mit, damit das Wasser ablaufen kann.

4. Das Trinken von Alkohol wärmt den Körper auf

Dies ist ein Vorurteil, auf das Du definitiv nicht hereinfallen solltest. Viele Leute glauben nämlich, daß Schnaps, Rum oder Whiskey Jemanden aufwärmen wird, der unterkühlt ist. Die Wahrheit ist jedoch, daß Alkohol dazu führt, daß der Körper Wärme verliert, indem er die Blutgefäße erweitert.

Alkohol kann gefährlich sein, wenn er einer Person verabreicht wird, die bereits an Unterkühlung leidet. Außerdem reduziert es auch Deine Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen und verlangsamt Deine Fähigkeit, auf Notfälle zu reagieren. Wir müssen besonders wachsam sein, wenn wir Aktivitäten wie Wandern, Skifahren, Schneeschuhwandern oder Eisangeln während des Wintercampings betreiben.

Vermeide unbedingt DRINKS. Foto von Hayes Potter (Unsplash).

5. Man braucht KEINE spezielle Winterausrüstung

Wintercamping erfordert viel Planung, Vorbereitung sowie die richtige Ausrüstung. Wenn Du dafür nicht die erforderliche Zeit und Mühe aufwendest, wirst du eine schlechte Zeit haben. Sei also auf das Unerwartete ebenso wie das Erwartete vorbereitet. Für den “Fall der Fälle” solltest Du die folgenden Sachen mitbringen:

  • Extra Gasflasche
  • Eine Schaufel
  • Ein paar Wasserkanister

Außerdem solltest Du gute Winterreifen auf sämtlichen Achsen montiert haben. Packe ebenso Schneeketten für alle Räder ein, und mache Dich rechtzeitig schlau, wie diese beim notwendigen Einsatz aufzuziehen sind!

Mit der richtigen Vorbereitung kann Wintercamping durchaus entspannend sein. Foto von Shawn Ang (Unsplash).

6. Wintercamping ist nur etwas für erfahrene Camper

Da kann man nur sagen “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen”. Erfahrung kann man nur haben, wenn man es tut, und nicht abwartet. Selbstverständlich darf man nicht naiv, blauäuig und total unvorbereitet auf die Reise gehen.

Im Grunde kann Wintercamping von JEDEM betrieben werden, und man wird aufgrund der Witterung schneller lernen! Hier sind ein paar Tipps für Einsteiger, die das Wintercamping einfacher machen sollen:

  • Sicherstellen, daß man zur Fahrt alles dabei hat: Winterreifen, Schneeketten, Schaufel, Abdeckplane, Eiskratzer
  • Sich mental auf die Fahrt vorbereiten
  • Für die erste Reise lieber mehr einpacken als nötig, und dabei die maximale Zuladungsgrenze einhalten
  • Einen “Plan B” haben, falls die äußeren Umstände sich extrem verändern sollten

7. Für Wintercamping braucht man ein Wohnmobil mit Doppelboden

Dauerhaft im Kastenwagen wohnen auch während der kalten Winterzeit

Das kann man absolut verneinen! Es gibt genügend Beispiele von Campern, die mit ihrem selbstausgebauten VW-Bus in die Alpen zum Skifahren anreisen, und dort im Reisemobil Wintercamping machen. Selbstverständlich hat man dort nicht das Platzangebot wie in einem Wohnmobil mit 9 Meter Länge, aber es geht. Schau Dir ruhig das Video von JayBe an, und profitiere von seinen Tipps.

Tip: Schaue Dir ebenso das Kapitel “winterfestes Wohnmobil” an!

FAZIT

Wintercamping ist keine Sache für “Schönwetter-Camper”, das sollte man mal ganz klar herausstellen. Es macht ebenso keinen Sinn, daß man mit aller Gewalt jetzt zum Wintercamping fahren sollte, falls man nicht die richtige Vorbereitung getroffen hat. Wer die Natur liebt, und sich auch gerne draußen bei niedrigen Temperaturen aufhalten kann, der hat beste Chancen viel Spaß bei der nächsten Reise zu haben. Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt, sowie eine gesunde und erholsame Zeit beim WINTERCAMPING!

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Titelfoto von Rune Haugseng (Unsplash)

Bernd Mueller

Unser weitgereister, der über alles schreiben kann, wenn er nicht gerade mit seinem Land Rover im Gelände unterwegs ist.

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