Grill Mit WD 40 Reinigen (Echte CAMPER machen das so…)


Eine Sache darf beim Camping selbstverständlich nicht fehlen: der geliebte Grill. Dieser ist während der Campingsaison nahezu jeden Tag im Einsatz.

Der Grill zählt dabei schon seit vielen Jahrzehnten als Begleiter und auch wenn sich die Essgewohnheiten geändert haben, hat er nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt.

Neigt sich die Saison allerdings dem Ende zu, dann muss vor allem der Grillrost gesäubert werden.

In diesem Artikel wollen wir der Frage nachgehen, ob man mit WD-40 einen Grill reinigen kann und welche Hausmittel als Alternative infrage kommen.

Zum Abschluss wird es dann auch noch einen kleinen Einschub bezüglich der unterschiedlichen Grill- und Rostarten.

Was ist WD 40?

Zuerst einmal befassen wir uns damit, was WD-40 eigentlich ist. Es handelt sich dabei um ein Kriechöl mit Reinigungs- und Verdrängung Eigenschaften.

Hauptbestandteile sind Mineralöl und Testbenzin. Bei letzteren handelt es sich um ein sehr reines Benzin, das ohne große Rückstände verbrennt und als Lösungsmittel verwendet wird.

Viele Menschen hat es irritiert, dass WD-40 als Kriechöl bezeichnet wird und somit doch auch Schmiereigenschaften haben muss.

Dies ist leider nicht der Fall, denn das Kontaktspray würde das Öl unterwandern und so die gesamte Schmierung aussetzen.

Entwickelt wurde das WD-40 1953 vom Ingenieur Norman Lawson und gehört heute der WD-40 Company.

WD-40 ist dabei ein Akronym für „Water Displacement 40th Formula”. Eingesetzt wird es dabei zur Reinigung von Bauteilen, sowie auch um die elektrische Leitfähigkeit von Produkten wiederherzustellen.

Dabei wirken sich vor allem die Wasserverdrängung Eigenschaften positiv aus. Aber wie auch bei der Frage, welches Sikaflex wofür geeignet ist, müsst ihr WD-40 mit Bedacht einsetzen.

Wollt ihr beispielsweise etwas Grünspan auf einer Kupferleitung entfernen, dann nehmt immer nur einen Spritzer WD-40, ansonsten kann es passieren, dass das Kabel schlicht den Dienst versagt.

Einen Grill mit WD-40 reinigen: so geht es

Doch kommen wir zurück zum Grill. Jetzt hat man am Abend gegrillt und am nächsten Morgen sind noch die verschiedenen Überreste auf dem Grillrost zu finden.

Mit einem einfachen Schwamm kommt ihr dabei nicht sehr weit und schnell tritt Frustration ein. Doch keine Sorge, dank WD-40 wird schnell Abhilfe geschaffen.

Ihr solltet im Übrigen von der Drahtbürste Abstand nehmen, denn diese zerkratzt nur die Oberfläche und hilft nicht wirklich weiter.

Sprüht stattdessen den Grillrost mit etwas WD-40 ein und wartet einen Augenblick. Dass das Spray seine Wirkung tut, ist alleine schon daran erkennbar, dass eine Schicht Ruß vom Rost perlt.

Mit einem weichen Mikrofasertuch wischt ihr jetzt einfach den Rost entlang und entfernt so die vorhandenen Ablagerungen.

Dank des kleinen Röhrchens kommt ihr dabei auch in jede noch so kleine Ecke. Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden, braucht ihr etwas Spülwasser.

Mit diesem wird der Grillrost noch einmal abgewaschen, um das WD-40 zu entfernen. Ihr werdet feststellen, dass der Grill nach der Behandlung in einem neuen Glanz erstrahlt.

Mit welchen Hausmitteln bekommt man einen Grill sauber?

Auch wenn WD-40 mittlerweile zum Standard einer jeden Campingausrüstung gehört, so kann das Öl selbstverständlich leer gehen.

Dann wird das restliche WD-40 nur noch für Knarzgeräusche am Wohnmobil eingesetzt und der Grillrost muss mit herkömmlichen Mitteln befreit werden.

Ein interessantes „Hausmittel“, habt ihr bei einem Holzkohlegrill praktisch immer dabei. Die Rede ist von der Asche.

Lasst diese abkühlen und benetzt damit ein vorher befeuchtetes Tuch. In der Folge werdet ihr sehen, dass der Grill wieder sauber wird.

Der Hintergrund ist, dass Holzasche wie ein Scheuermittel wirkt und dabei eine hohe Fettlösekraft besitzt.

Ähnlich gut wirkt ein Essig-Wasser-Gemisch. Dieses Mittelchen wirkt wahre Wunder und verhilft dem Grillrost wieder zu neuem Glanz.

Unter alten Hasen ist bekannt, dass sich Fett und Schmutz am besten von einer heißen Oberfläche entfernen lassen.

Im besten Fall wird dies direkt nach dem eigentlichen Grillen getan. Das Fett kann dann einfach mit einem feinen Mikrofasertuch abgewischt werden.

Vorsicht bei angebrannten Resten: diese Hausmittel haben sich bewährt

Gerade während des Campingurlaubs achtet man nicht besonders auf den Grill selbst und so kann es passieren, dass sich etwas einbrennt.

Jede Hausfrau (und auch Hausmann) wissen, dass Natron eine sehr gute Möglichkeit darstellt, um auch hartnäckige Rückstände zu entfernen.

Dazu wird Natron mit etwas Wasser zu einer Paste angerührt und großflächig auf dem Grillrost verteilt.

Dieses Gemisch darf jetzt etwas einwirken und wird im Anschluss mit klarem Wasser abgewaschen.

Das war es auch schon. Die eingebrannten Stellen sollten jetzt komplett entfernt sein.

Die Wahl des Grillrostes: Edelstahl oder Gusseisen?

Wir haben es euch versprochen, dass zum Abschluss noch ein kleiner Ratgeber folgt. Zuerst einmal schauen wir uns den Grillrost selbst an.

Bei der Wahl des Grills werdet ihr häufig einen Rost aus dünnem Edelstahl haben. Bewährt hat sich allerdings auch Gusseisen.

Gusseisen sind grundsätzlich schwerer als Edelstahl und auch gegenüber Feuchtigkeit anfällig.

Dafür speichert es Wärme besser, was vor allem bei großen Steaks von Vorteil ist, da diese indirekt gegart werden.

Edelstahl ist dagegen stabiler und resistent gegenüber Feuchtigkeit. Ebenso kann es sehr einfach gepflegt werden.

Dafür braucht ein Grillrost aus Edelstahl länger, bis es heiß ist und so könnte ein zu dickes Steak eher zäh als zart werden.

Gas versus Holzkohle: das schmeckt jedem

Campinggrill, Gas oder Kohle – welcher soll es sein? Schauen wir uns zuerst einmal den Gasgrill an.

Dieser ist im Vergleich gesünder, da weniger Rauch an das Grillgut kommt. Allerdings erhält vor allem das Grillgut weniger Röstaromen.

Damit sind wir auch schon beim Holzkohlegrill. Für wahre Camper gehört nämlich auch schon die Vorbereitung zum Grillen und das klappt nur mit einem Holzkohlegrill.

Aufpassen müsst ihr bei tropfendem Fett, denn dieses sollte nicht in die Kohlen gelangen, da ansonsten krebserregende Stoffe an das Grillgut gelangen können.

ZUSAMMENFASSUNG

Wer mit WD-40 den Grill reinigen möchte, sollte dies grundsätzlich am abgekühlten Grillrost machen.

Hintergrund ist, dass WD-40 auch Benzin enthält, was leicht entflammt werden kann. Ansonsten ist die Reinigung mit dem Kontaktspray sinnig, denn so werden auch eingebrannte Ablagerungen entfernt.

Als Alternative dazu haben sich die Hausmittel Essig und Natron bewährt. Diese sorgen für eine schnelle Beseitigung von Schmutz und helfen, den Rost schnell zu reinigen.

Der Klassiker Spülmittel darf natürlich nicht fehlen, wobei er auch diese guten Eigenschaften besitzt.

Falls ihr mehr zum Unterschied zwischen Gas- und Holzkohlegrill erfahren wollt, dann solltet ihr diesen Artikel auf CAMPERWELTEN nicht verpassen.

Titelfoto: Grill mit WD-40 reinigen (Quelle: wd40)

Andy Kempinski

Andy ist Texter mit Leib und Seele. Neben Themen rund um Wirtschaft und Unterhaltungselektronik, interessiert er sich seit seiner Tour im Hymer 550 BS auch für den Bereich Camping und nutzt das Wochenende meist für kleinere Touren mit seiner Lebensgefährtin.

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