Willkommen im Klub der Light-Camper! Hier treffen sich alle, die höchstens zwei Mal in einem Campingwagen übernachten und gut ohne Küche auskommen.
In diesem Beitrag erfährst Du alles rund um das Thema „kleines Wohnmobil ohne Küche“. Wir erörtern, für wen es Sinn macht, bei welchen Fahrzeugen auf eine Küche verzichtet wird und welche Vor- und Nachteile sie haben. Viel Spaß beim Lesen.
Kleines Wohnmobil ohne Küche: Wem nützt das?
Je kleiner und leichter ein Womo gebaut wird, desto flexibler ist es. Du kannst das Fahrzeug in Deiner Tiefgarage oder einem Carport unterstellen- und es wie einen normalen PKW-Führen.
Auch mit der Parkplatz-Suche bekommst Du weniger Schwierigkeiten als jemand, der ein großes fährt.
Wenn Du bei großen Urlaubsreisen ohnehin auf Hotels oder Ferienhäuser zurückgreifst, wird Dir ein Bulli genügen, der Dir zwar eine Übernachtungsmöglichkeit- aber keine Küche bietet.
Kleines Wohnmobil ohne Küche: Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Schlank, leicht und wendig.
- Aufgrund kompakter Größe sehr flexibel.
- keine jährliche Gasprüfung erforderlich.
Nachteil:
Nicht so belastbar wie ein größeres Womo, Wassertanks können Probleme bereiten.
Zum besseren Verständnis zeige ich Dir hier folgendes Beispiel:
Angenommen, Du hast Dir einen Campingbus ausgesucht, der unter fünf Meter lang ist und etwa 2,8 Tonnen wiegt. Große Wasser- bzw. Abwassertanks lasten ihn dermaßen auf, dass Du nicht mehr viel mitnehmen kannst.
Deshalb verzichtet man bei solchen Bussen meist auf Küchen- und Sanitäreinrichtungen. Bei ausgebauten Transportern (Kastenwagen) sieht das etwas anders aus. Wo die Unterschiede liegen, zeigen Dir die folgenden Abschnitte.
Campingbusse im Bulli-Format (Vans)
In dieser Kategorie findest Du sowohl schlicht- als auch komfortabel ausgestattete Camper-Vans, von denen jedoch keiner über eine komplette Küchenausstattung verfügt.
Der erste kommt von Adria. Es ist die Base-Version aus der Active-Baureihe. Als Basisfahrzeug dient der Renault Traffic.
Der Adria Active Base ist ein vielseitig einsetzbarer, flexibler Campingbus. Er ist zwar insgesamt minimalistisch ausgestattet, verfügt aber über einige interessante Highlights.
Zu diesen gehört beispielsweise eine 100-AH-Wohnraumbatterie und ein geräumiges Aufstelldach. In diesem ist ein Bett für zwei Personen untergebracht. Du bekommst ihn ab einem Preis von 44.990 Euro.
Ebenfalls empfehlenswert und begehrt ist der Crosscamp Light. Diesen kannst Du wahlweise auf Basis des Toyota Proace oder Opel Zafira bestellen, wobei die Toyota Version preisgünstiger ist.
Der Campingbus verfügt standardmäßig über eine Dreiersitzbank und ein Aufstelldach. Theoretisch soll es jedoch laut des Campingmagazins Promobil möglich sein, die Sitzplatzkapazität auf 7 zu erhöhen.
Als kleines Extra besitzt der Crosscamp Light eine schmale Heckschublade, in der sich ein kleiner Kocher mit nur einer Flamme befindet. Damit kannst Du Würstchen oder eine andere Kleinigkeit erwärmen. Der Kaufpreis beträgt je nach Basisfahrzeug 42.499 bis 44.999 Euro.
Wohnmobile auf Kastenwagen-Basis
Die Idee, Transporter zu Campern auszubauen, hat auf dem Campingmarkt sprichwörtlich „eingeschlagen wie eine Bombe“. Denn die daraus entstandenen Wohnmobile sind vor allem bei Singles und Paaren mit und ohne Kind beliebter als die klassischen.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen die kompakte Bauweise. Zum anderen die doppelte Verwendbarkeit.
Schauen wir uns als ersten den Ahorn Camp Van City an, der ebenfalls auf dem Renault Traffic basiert und ein Aufstelldach besitzt.
Die Schlafmöglichkeiten ergeben sich hier aus einer Dreiersitzbank, die in ein Doppelbett umgewandelt werden kann und einem Bett im Schlafdach. Insgesamt stehen vier Schlafplätze zur Verfügung.
Des Weiteren gibt es eine gut ausgestattete Küche inkl. Kompressor-Kühlschrank, Zweiflammkocher und Spüle. Außerdem kannst Du im Heck eine optional verfügbare Außendusche installieren. Eine Frisch- und Abwasserversorgung über entsprechende Tanks ist somit unerlässlich.
Zu den Leichtgewichten gehört der Ahorn Camp Van City somit nicht. Dies musst Du beim Beladen berücksichtigen. In seiner Basisausstattung kostet er 39.900 Euro.
Das zweite Beispiel ist der Livingstone K2 von Rollerteam. Dieser basiert auf dem Fiat Ducato.
Du findest hier den klassischen Kastenwagen-Grundriss mit Halb-Dinette, Heck-Bett, Küche und Bad inkl. Dusche und Toilette. In Bezug auf das Gewicht hast du demnach ähnliche Bedingungen wie beim Ahorn Camp Van City.
Ich kann jedoch nicht bestreiten, dass in solch einem Fahrzeug eine gemütlichere Atmosphäre als in den meisten Campingbussen herrscht. Gutzuschreiben ist dem Rollerteam Livingstone K2 auch ein äußerst günstiger Preis. Du bekommst ihn bereits ab 35.790 Euro.
Miniwohnmobile: weitere Varianten
Seit einigen Jahren beobachten wir einen Trend zu immer kleineren Wohnmobilen. Kein Wunder: Sind sie doch um einiges flexibler als große.
Allerdings findest Du unter den klassischen kaum eines Ohne Küche. Egal ob Du Dich für kleine teilintegrierte Wohnmobile, vollintegrierte oder Alkoven interessierst. Eine Kochstelle gehört heutzutage zum Standard.
Eine Möglichkeit kann ich Dir allerdings noch bieten. Wenn Du gern Dein eigenes Süppchen kochen möchtest, baue Dir doch einfach ein kleines Womo selbst aus.
Vielleicht kennst Du auch jemanden, der Dich dabei unterstützt? Infos Zum Thema „Kastenwagen als Camper ausgebaut” findest Du in diesem Beitrag!
Kleines Wohnmobil ohne Küche: Alternativen
Während ich diesen Ratgeber verfasst habe, kam mir folgende Frage in den Sinn? Muss es unbedingt ein Womo sein?
Wie Stehst Du denn zum Thema Wohnwagen? Wenn Du Dich dafür ebenfalls erwärmen kannst, schau Dir doch einfach unseren Beitrag „kleine Wohnwagen ohne Küche“ an. Dort bekommst Du interessante Modelle zu sehen.
Ebenso gibt es Miniwohnwagen zum Schlafen, welche für Light-Camper wie Dich hervorragend geeignet sind. Auch in dieser Kategorie kannst Du Modelle ohne Küche finden.
Zusammenfassung
Die Frage, wann und für wen ein kleines Wohnmobil ohne Küche sinnvoll ist, lässt sich folgendermaßen beantworten:
Wenn Du lediglich für einen Kurztrip ein Dach über dem Kopf brauchst und zum Essen Restaurants aufsuchen willst, ist so ein Womo genau das richtige für Dich.
Zu nennen wäre zum Beispiel ein lauschiges Wochenende am Meer oder ein Theater- bzw. Konzert-Besuch. Denn wer will schon mitten in der Nacht durch die Gegend reisen, wenn die Veranstaltung nicht in unmittelbarer Nähe des Wohnorts stattgefunden hat?
Camper, die sich mit wenig Komfort und knapp bemessenen Raumkapazitäten begnügen, finden vor allem bei den Campingbussen eine preisgünstige Alternative zu den klassischen Wohnmobilen.
Ähnlich flexibel und teilweise ebenso preisgünstig sind Kastenwagen. Allerdings musst Du bei diesen das höhere Gewicht Aufgrund der standardmäßig eingebauten Küche berücksichtigen.
Nun hoffe ich, Dich ausreichend mit Infomaterial versorgt zu haben und bedanke mich für Deinen Besuch bei CAMPERWELTEN – ich freue mich auf Deine baldige Rückkehr!
Titelfoto: Kleines Wohnmobil ohne Küche (Rechte: doityourselfrv.com)
