7 Tipps “Wohnmobil Deckenverkleidung” (ein MUSS)


Wer sein Wohnmobil selbst ausbauen will, der muss sich früher oder später auch mit dem Thema Deckenverkleidung befassen. 

Diese dient nicht nur der Optik, sondern sollte auch eine dämmende Eigenschaft haben. 

Doch es gibt auch andere Gründe, wo das Thema Wohnmobil Deckenverkleidung interessant wird – beispielsweise, wenn dein Wohnmobil einen Feuchtigkeitsschaden hatte und du die Deckenverkleidung erneuern musst. 

Doch was eignet sich als Wohnmobil Deckenverkleidung und wo wird diese befestigt? Das und vieles mehr erfährst du im folgenden Beitrag. 

1.Wohnmobil Deckenverkleidung planen

Bevor es losgehen kannst, musst du erstmal einen Plan erstellen. Folgende Fragen helfen dir dabei:

  • Benötige ich eine Unterkonstruktion?
  • Will ich später Möbel verschrauben?
  • Wo positioniere ich Lampen und Kabel?
  • Welches Material ist unbedenklich und Tüv-geeignet?

Danach kannst du dir eine Liste mit Materialien und Werkzeugen erstellen, welche du für den Ausbau benötigst. 

2. Wohnmobil Deckenverkleidung welches Material?

Für die Deckenverkleidung werden oft rustikale Holz Paneele verwendet. 

Besser eignet sich jedoch Pappelsperrholz mit einer Stärke von etwa 6 mm. Die Vorteile von Pappelsperrholz sind:

  • hohe Festigkeit
  • Formstabilität
  • und leichtes Gewicht

Ein Nachteil besteht darin, dass Pappelsperrholz nicht wasserabweisend ist. Im Wohnmobil entsteht jedoch immer Feuchtigkeit. Daher muss es vorher entsprechend lackiert werden. 

Mehr zum Thema Feuchtigkeitsschäden Wohnmobil erfährst du hier. 

Alternativ eignen sich auch HPL-beschichtete Platten. Diese haben den Vorteil, dass sie auf der einen Seite keine Feuchtigkeit aufnehmen, auf der anderen Seite aber auch feucht abgewischt werden können. 

3. Wohnmobil Deckenverkleidung Nut und Feder

Eine andere, beliebte Variante ist die Wohnmobil Deckenverkleidung aus Nut und Feder Profilholz. Hier kommen Holzarten wie

  • Lärche
  • Tanne 
  • und Fichte zum Einsatz.

Nut und Feder Profilholz ist im Vergleich zu Pappelsperrholz relativ schwer. Außerdem ist das Holz eher unflexibel und eignet sich nicht gut, um Kurven oder Rundungen hinzubekommen.

Zudem gibt es einige Tüv-Prüfstellen, die die Verwendung von Profilholz nicht genehmigen. Hier ist es immer Auslegungssache des Prüfers. Auch das Thema Brandschutz wurde hier in einigen Foren schon erwähnt.

Wenn du die dennoch dafür interessierst, habe ich hier ein hilfreiches Video für dich.

4. Wohnmobil Deckenverkleidung befestigen

Bevor du die Decke im Wohnmobil befestigen kannst, musst du als erstes eine Unterkonstruktion, welche aus Holzlatten besteht, bauen. 

Dadurch werden unzählige Löcher im Wohnmobil verhindert. 

Einige Camper verzichten dennoch auf eine Unterkonstruktion, da so natürlich immer etwas an Höhe verloren geht und Schrauben die Deckenverkleidung daher direkt in die Holme. 

Zur Deckenverkleidung Isolierung eignet sich Armaflex sehr gut. 

Tipp: Armaflex Band auf die Holme kleben. So wird verhindert, dass das Holz am Metall reibt und störende Geräusche erzeugt. 

Wie du eine Wohnmobil Deckenverkleidung befestigen kannst, zeigen dir Steffi und Lui im folgenden Video. 

Übrigens eignet sich auch der Holzrahmen der Wohnmobil Dachluke zur Befestigung mit Schrauben. Durch den Dachluken Rahmen werden die Schrauben später abdeckt und sind nicht mehr sichtbar. 

Verzichtest du auf die Unterkonstruktion sparst du etwas an Höhe ein, musst aber auch mehrere Löcher in die Karosse bohren. Hier lauern wieder Gefahren für Rost und Feuchtigkeit, wenn nicht richtig gearbeitet und abgedichtet wird.

5. Womo Deckenverkleidung Alternative zu Pappelsperrholz

Wie oben schon erwähnt wurde, wird im Wohnmobilausbau oft Pappelsperrholz sowie Nut und Feder Profilholz verwendet.

Aber es gibt noch weitere Materialien, die als Alternative genutzt werden können. 

Paulownia Holz zählt zu den leichtesten Holzarten und ist somit besonders für den Wohnmobilausbau geeignet. 

Da es auch im Bootsbau sowie Flugzeugbau verwendet wird, sollte es zudem recht splitterfest sein. 

Hierbei handelt es sich um ein leichtes aber dennoch festes Holz, was sich gut eignet, um Kurven nachzuzeichnen. 

6. Wohnmobil Deckenverkleidung – welche Schrauben?

Bei der Befestigung der Deckenverkleidung kommt es vor allem auf die richtigen Schrauben an. 

Gerade, wenn du eine Unterkonstruktion verwendest, musst du darauf achten, dass die Länge der Spaxschrauben zur Unterkonstruktion sowie der Stärke der Verkleidung passen. 

Sind diese zu lang, kann es passieren, dass du in das Wohnmobil Dach bohrst. 

Wo wir gerade beim Thema Dach sind. Wenn du mit allem fertig bist, wird hier sicherlich eine Reinigung fällig. Wie du das Wohnmobil Dach reinigen kannst, erfährst du hier. 

Am besten ist es, wenn eine zweite Person beim Befestigen anwesend ist. Mit Montagestützen kannst du zur Not aber auch gut alleine arbeiten. 

Möchtest du die Verkleidung direkt an den Holmen befestigen, solltest du Bohrschrauben verwenden.

Bei Pappelsperrholz solltest du für einen sauberen Abschluss mit Spenglerschrauben arbeiten. 

7.Wohnmobil Deckenverkleidung selber machen – Kosten

Welche Kosten für den Ausbau der Deckenverkleidung anfallen, hängt von mehreren Faktoren ab.

Möchtest du die Verkleidung im Wohnmobil nur erneuern, fallen die Kosten geringer aus, da ja bereits eine Unterkonstruktion vorhanden ist. 

Darüber hinaus kommt es darauf an, welche Materialien du verwendest und ob du noch Spezialwerkzeuge kaufen musst, wie beispielsweise die Montagestützen. 

Generell kannst du für den Deckenausbau mit Kosten von ca. 200 bis 400 Euro rechnen. 

Wer gebrauchtes Holz verwendet oder für die Farbe mehr ausgeben will, der kann natürlich entsprechend mehr oder weniger ausgeben.

Fazit

Wenn dein Wohnmobil Dach undicht ist, kann es passieren, dass du deine gesamte Deckenkonstruktion erneuern musst. 

Aber auch beim Wohnmobil Ausbau musst du dich mit dem Thema Deckenverkleidung befassen. 

Möchtest du deine Wohnmobil Decke verkleiden, bedarf es einer gründlichen Planung, da Kabel und Lampen gut positioniert werden müssen. 

Zudem musst du auf das Gewicht der Verkleidung achten, damit es später beim Tüv keine Probleme gibt. 

Mit etwas handwerklichem Geschick und dem richtigen Material ist es jedoch kein großes Problem, die Decke deines Womo zu verkleiden. 

Ich hoffe, dir hat mein Beitrag gefallen und du konntest viele Tipps mitnehmen. 

Titelfoto: Deckenverkleidung im Wohnmobil anbringen (Rechte: Wallpapersafari)

Brini Conradi

Brini arbeitet im Entlastungsdienst und sammelt nebenbei immer mehr Erfahrungen im Bereich Camping, indem sie viel Zeit mit ihrer Familie als Dauercamper im Wohnwagen und am Campingplatz verbringt.

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