Citroen Jumper Batterie Überbrücken (Camper 1×1)


Der Citroen Jumper ist auf den Straßen nicht mehr wegzudenken, denn sowohl als Kastenwagen als auch als Camper-Umbau ist der Transporter äußerst beliebt. Die ersten Exemplare sind dabei bereits seit den 80er Jahren unterwegs.

Vor allem bei den alten Fahrzeugen kann es passieren, dass die Batterie überaltert und sich entlädt. Wie ihr bei einem Citroen Jumper die Batterie überbrücken könnt, erklären wir euch in diesem Ratgeber.

Darüber hinaus liefern wir euch auch noch einige interessante Fakten rund um das Thema Batterie.

Warum ist die Starterbatterie so wichtig?

Viele (mich selbst eingeschlossen) haben es bestimmt auch schon einmal erlebt, man setzt sich hinters Steuer, dreht den Schlüssel und dann kommt nur ein “Klick, Klick, Klick”. Die Batterie hat sich entladen, dann schnell die Motorhaube auf und überbrücken.

Alleine an solchen Umständen erkennt man bereits, warum eine Starterbatterie wichtig ist – denn sie liefert Strom für den Anlasser und Kraftstoffpumpe, damit der Motor überhaupt anspringen kann.

Starterbatterie ist dabei allerdings nur ein Name, denn ansonsten wird diese auch noch Akkumulator, Autobatterie oder Fahrzeugbatterie genannt. Batterien, die in Fahrzeugen mit Elektroantrieb eingesetzt werden, heißen indessen Antriebs- beziehungsweise Traktionsbatterie.

Die Batterie kommt sowohl bei Fahrzeugen als auch bei Flugzeugen zum Einsatz. Gesteuert werden bei einem Kraftfahrzeug die folgenden Komponenten:

  • Anlasser
  • Steuergeräte sowie die Zündeinrichtung
  • Notbeleuchtung (nur im Stand bei abgestelltem Motor)

  • Versorgt auch das Radio u.ä. mit Strom
  • Reduziert die Spannungsspitzen der Lichtmaschine

Aus diesem Grund kann es beispielsweise passieren, dass der Radiocode bei einer entladenen Batterie wieder eingegeben werden muss (bei Citroen kann man den Code beim freundlichen Händler per Fahrgestellnummer ermitteln lassen).

Batterien-Vielfalt: Ein Überblick über die Arten

Batterie ist nicht gleich Batterie, denn im Laufe der Zeit wurde eine Vielzahl an unterschiedlichen Arten entwickelt. Die drei wichtigsten davon sind:

  • Nassbatterie
  • EFB-Batterie
  • AGM-Batterie

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch Lithium-Ionen-Batterien gibt, die aktuell allerdings noch nicht weit verbreitet sind. Beginnen wir also bei der klassischen Nassbatterie, welche günstig zu produzieren ist und daher in einer Vielzahl an Modellen zum Einsatz kommt.

Diese Batterien bestehen aus sechs Zellen, wobei jede Zelle einen positiv und einen negativ geladenen Plattensatz hat. Getrennt werden die beiden Sätze durch einen Separator.

Die Blei-Säure Batterien sind nicht für Fahrzeuge mit einer Start-Stopp-Funktion geeignet. Eine Weiterentwicklung ist die EFB-Batterie, wobei das Kürzel EFB für ” enhanced flooded battery” steht und somit die Weiterentwicklung andeutet.

Diese Batterie eignet sich für eine Vielzahl von Fahrzeugen (auch welche mit Start-Stopp-Funktion) und wird vermehrt als Austauschbatterie für Fahrzeuge mit einem einfachen Blei-Säure-Akkumulators genommen.

Sind besondere Anforderungen an eine Batterie gegeben, wie sie beispielsweise bei autarken Wohnmobilen vorkommen, dann kommt die AGM-Batterie zum Einsatz. AGM ist dabei ein Akronym für “absorbent glass mat” und deutet auf die besonderen Eigenschaften hin.

So ist das Elektrolyt nicht mehr schwimmend, sondern in Glasfasermatten gebunden. Dadurch ergibt sich eine hohe Leistungsausbeute, die nur noch von Lithium-Ionen-Akkumulatoren übertroffen wird (welche aber ungleich teurer sind).

So kostet eine AGM-Batterie mit einer Kapazität von 120 Ah etwa einhundert Euro, während ein gleichwertiges Lithium-Ionen-Modell knapp das Vierfache kostet.

Auf die Anzeichen achten – wann die Batterie getauscht werden sollte

Jetzt sollte man aber nicht gleich in den nächsten Baumarkt rennen und seine Batterie auf Verdacht austauschen – denn das wäre ineffizient. Viel eher geben wir euch jetzt ein paar praktische Tipps an die Hand, wann die Batterie getauscht werden sollte.

Am naheliegendsten ist die Batterie zu tauschen, wenn sich die Starterbatterie schnell entlädt. Als Test könnt ihr mit eurem Wohnmobil eine längere Strecke fahren und am nächsten Tag testen, ob dieses noch anspringt.

Ist dies nicht der Fall, so ist meistens die Batterie daran schuld und sollte ausgetauscht werden. Ein weiteres Anzeichen für einen Wechsel wären schwach leuchtende Scheinwerfer und auch ein anstrengendes Drehen des Anlassers könnte ein Indiz sein.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der nimmt sich einen Multimeter zur Hand und misst die Kapazität. Dabei geht ihr am besten wie folgt vor:

  • Multimeter einschalten, auf DC stellen und passende Voltstärke wählen (in der Regel zweistellig). 
  • Kabel anstecken.

  • Rotes Kabel an Pluspol anschließen und Schwarzes Kabel an Minuspol anklemmen.
  • Wert ablesen.

Der Wert muss bei EFB-Batterien zwischen 12,4 Volt und 12,8 Volt liegen (bei AGM- und Blei-Säure-Batterien zwischen 12,8 Volt und 13,0 Volt). Bei Motorrädern und anderen Zweirädern besitzen die Batterien eine Stärke von etwa 6,0 Volt.

Wenn ihr das Fahrzeug vorher bewegt habt, lasst unbedingt vorher eine Stunde verstreichen, damit ihr die tatsächliche Kapazität ermitteln könnt!

Welche Batterie soll ich nehmen – eine Kaufberatung

Die Wahl der passenden Batterie geht dabei nicht zuletzt auch auf den Einsatzzweck zurück. Bewegt ihr euer Wohnmobil nur ab und an mal, so reicht bereits eine vernünftige Blei-Säure Batterie aus.

Nutzt ihr das Wohnmobil aber häufiger und beansprucht daher die Batterie sehr häufig, so könnte eine AGM-Batterie die passende Wahl sein. Vor allem wenn ihr auch mal mehrere Tage autark unterwegs seit, ist die Investition in eine AGM-Batterie sinnvoll.

Wollt ihr zusätzlich ein Elektro-Kochfeld fürs Wohnmobil betreiben, solltet ihr auch die Bordbatterie einmal checken. Bei der Wahl des Herstellers lohnen sich Vergleichstests.

So bietet Varta bereits seit vielen Jahren zuverlässige Batterien an und auch Bosch oder Blackmax gehören mit zu den besten Herstellern. Noch ein kleiner Tipp am Rande: die Batterie darf auch eine etwas größere Kapazität als die vorherige besitzen. 

Batterie überbrücken – so klappt es

Kommen wir jetzt zum Thema Überbrückung. Grundsätzlich einmal das klassische An- und Abklemmen, wie es bei jedem Fahrzeug gemacht werden muss:

  • Zündschlüssel abziehen
  • Das rote Kabel kommt an den Pluspol der Pannenbatterie

  • Das andere Ende des roten Kabels an die “gesunde” Batterie anklemmen
  • Schwarzes Kabel an die Hilfsbatterie anklemmen
  • Das andere Ende an ein unlackiertes Bauteil am Motorblock anklemmen

  • Hilfsfahrzeug starten und dann das Pannenfahrzeug starten
  • Abklemmen der Kabel in umgekehrter Reihenfolge

Beim Citroen Jumper findet ihr die Starterbatterie hinter dem Fahrersitz unter einer Luke. Über dieser kann sich etwas Teppich befinden, der vorher zur Seite gelegt werden muss.

ZUSAMMENFASSUNG

Wer beim Citroen Jumper die Batterie überbrücken möchte, der muss diese zuerst freilegen. Dazu befindet sich diese unter einer Luke, die hinter dem Fahrersitz zu finden ist.

Zur Überbrückung muss zuerst das rote Kabel und dann das schwarze Kabel angeklemmt werden, wobei nach erfolgreicher Überbrückung in umgekehrter Reihenfolge zu verfahren ist. Wenn die Batterie die Leistung nicht mehr erbringen kann, so sollte diese ausgetauscht werden.

Die Wahl der passenden Batterie kommt dabei auf den Einsatzzweck an. Für normale Fahrten eignet sich eine Blei-Säure-Batterie, während für eine lange Beanspruchung eine AGM-Batterie gewählt werden sollte.

Wenn ihr mehr über den Citroen Jumper erfahren wollt, schaut euch unbedingt diesen Artikel an.

Titelfoto: Batterie im Wohnmobil überbrücken (Rechte: Canva)

Andy Kempinski

Andy ist Texter mit Leib und Seele. Neben Themen rund um Wirtschaft und Unterhaltungselektronik, interessiert er sich seit seiner Tour im Hymer 550 BS auch für den Bereich Camping und nutzt das Wochenende meist für kleinere Touren mit seiner Lebensgefährtin.

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