7 Tipps “Wohnmobil Planungs Software” (Profi spricht)


Sich das eigene Wohnmobil in Gedanken, virtuell oder in Echt zusammenzustellen und zu planen, ist eine sehr aufregende Phase für jeden Camper.

Mit meinen 7 Tipps möchte ich Dir folgende Frage beantworten: Gibt es zum Wohnmobil planen Software, die leicht zu handhaben ist und einem alle Möglichkeiten bietet?

Die kurze Antwort lautet: Noch nie war es so einfach, sich das perfekte Wohnmobil zu konfigurieren. Wer ein individuelles Reisefahrzeug haben möchte, für den gibt es viele gute Wege.

1. Tipp: Erkenne Deine Fähigkeiten

Das Feld der Wohnmobil Planungssoftware ist sehr weit und von einfachen Drag & Drop Anwendungen, die sich intuitiv bedienen lassen, bis hin zu komplizierten Simulationen kommt es ganz darauf an, wie gut Dein Zugang zu digitalen Dingen ist.

Wenn sich Dein Wissen eher auf das Bearbeiten von Word-Dateien und Excel-Dokumenten beschränkt und Du Dir noch nie das BIOS Deines Betriebssystems angeschaut hast, dann solltest Du Dich auf die einfach zu handhabende Software konzentrieren. 

So kannst Du etwa mit einem VW Crafter Wohnmobil Bausatz, den Du virtuell auf der Internetseite eines Händlers modulierst, nichts falsch machen.

Wenn Du aber hobbymäßig 3D Drucke erstellst, eigene Objekte anfertigst oder gar Programmiererfahrung mitbringst, dann stehen Dir noch ganz andere Türen offen. 

2. Tipp: Sei Dir des Zeitaufwands bewusst

Mit meinem zweiten Tipp meine ich zwei Dinge: Zum einen kann sowohl die Zeit, die die Planung an sich in Anspruch nimmt, eine Weile dauern, zum anderen können durchaus fünf bis acht Wochen vergehen, bis aus einem fertigen Konzept ein reales Fahrzeug wird.

Die Modellierung eines Wohnmobils auf einer Herstellerseite nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Planst Du aber die Konzeption Deines Reisegefährts mit Hilfe eines 3D-Programms, dann musst Du dafür einige Tage einplanen.

Hinzu kommt die Zeit, die du brauchst, um mit dem Programm warm zu werden, falls Du es noch nicht kennst oder die Mechaniken noch nicht verinnerlicht hast. 

3. Tipp: Vergleiche die Tools der Hersteller

Viele Anbieter von Wohnwagen und Wohnmobilen haben auf ihren Internetseiten den Service, dass Du Dir Dein individuelles Wohnmobil zusammenstellen kannst.

Zwar bist Du mit der Software auf den Hersteller beschränkt, kannst dann aber die Ergebnisse mit denen auf anderen Seiten vergleichen.

Schau Dir zum Beispiel einen virtuellen Bürstner, einen Sunlight oder ein Eura Mobil an und verschaffe Dir einen ersten Eindruck davon, in welchem Du Dich wohler fühlst, noch bevor Du einen Fuß vor die Tür setzen musst.

Statt die Ausstellungsstücke abzuklappern, kannst Du Dir jedes Detail in der Ansicht des Konfigurators genau anschauen. Außerdem bekommst Du einen Überblick über den Preis und die wählbaren Ausstattungsmöglichkeiten.

4. Tipp: Kreativität zahlt sich aus

Es gibt kein Problem, welches sich nicht lösen lässt. Wenn Du feststellst, dass bestimmte Vorstellungen, die Du hast, mit den Konfiguratoren der Hersteller nicht umsetzbar sind, musst Du nicht die Flinte ins Korn werfen.

So gibt es zum Beispiel viele 3D Druck Wohnmobil Ideen, mit denen Du Deinen Camper mit einfachen Mitteln wirkungsvoll ausbauen kannst. Von einfachen Hilfsmitteln bis zu komplexen Konstruktionen ist heutzutage vieles auch schon für wenig Geld möglich.

Außerdem kannst Du bereits mit Hilfe von CAT-Software jeden Millimeter Deines zukünftigen Wohnmobils planen. Zwar ist dafür ein gewisses räumliches Vorstellungsvermögen nötig, doch das kann man sich antrainieren.

Das Programm mit den größten Möglichkeiten, aber auch dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist Blender. Das wird nicht nur von Campern genutzt, sondern ist sogar die gängigste Software für alle 3D-Anwendungen.

Am einfachsten zu handhaben ist Sketchup. Ebenfalls beliebt ist das kostenlose Programm AutoCAD. Jedes dieser Programme kannst Du sowohl für die Planung Deines Wohnmobils als auch für die Vorlagen von 3D Drucken nutzen.

5. Tipp: Beachte die Basics

Dieser Tipp bezieht sich mehr auf die Personen, die ihren Camper komplett selber planen wollen und nicht auf vorgefertigte Module zurückgreifen. Denn in diesem Fall gibt es einiges zu beachten.

So darfst Du den Faktor Dämmung nicht vernachlässigen. Du willst in Deinem Wohnmobil ja schließlich auch wohnen. Plane sie also entsprechend unter Bodenplatte, Dach und Wänden ein.

Neben den Standard-Ausstattungen wie einem Tisch, einem Bad, einem Bett und einer Küche ist auch Platz für die Technik und Stauraum für Dein Equipment erforderlich. Beide Dinge sollten im Grundriss Berücksichtigung finden.

Bevor Du den Grundriss dann als Modell umsetzt, bietet es sich an, ihn zuerst darauf zu prüfen, ob er den Vorgaben vom Straßenverkehrsamt entspricht. In der EU gibt es für viele Maße genaue Regeln, an die Du Dich halten musst.

6. Tipp: Teste zuerst die Gratis-Programme

AutoCAD und Blender sind kostenlose Programme, die Dir in puncto Planung alles bieten. Bevor Du bezahlpflichtige Alternativen nutzt, solltest Du sie ausprobieren.

Denn schließlich kann es sein, dass Du für Dich feststellst, dass Du lieber modular konfigurieren willst, statt alles selbst zu machen. Außerdem kannst Du im Laufe der Planung ohne finanziellen Verlust umsteigen.

Die Programme der Hersteller sind auf ihren Seiten ohnehin kostenlos. Dort kannst Du Dir immer umsonst einen ersten Eindruck verschaffen. 

Für bestimmte 3D Modelle, die Du nicht selbst erstellen, sondern in Dein Programm wie Blender oder AutoCAD laden möchtest, wollen die Anbieter allerdings oft Geld haben. Je nach Aufwand des Objekts sind sie unterschiedlich teuer.

7. Tipp: Verwalte Dein Budget

Da der 6. Tipp schon mit dem Thema Geld endete, geht es im 7. gleich damit weiter: Setze Dir ein realistisches Budget für Dein Fahrzeug und teile es sinnvoll auf.

Die meisten Camper machen hier den Fehler, dass sie die Kleinigkeiten vergessen und nur die großen Posten wie Basisfahrzeug, Küche, Wohnraum und Bad im Kopf haben.

Zwar sind die großen Posten auch sehr wichtig, doch am Ende zählt das Gesamtkonzept. So empfehle ich Dir, nicht ohne Reifenpannenset, einem Erste-Hilfe-Kasten, einem möglichst umfangreichen Werkzeugkasten, einer Diebstahlsicherung und vielem mehr loszufahren.

Am besten machst Du Dir bei der Planung eine Checkliste, auf die Du alles setzt, was Dir in Bezug auf Dein Wohnmobil einfällt und schreibst dahinter den zu erwartenden Preis. Danach rechnest Du alles zusammen und schaust, ob Du noch im Budget liegst.

Fazit

Mit der richtigen Planung ist Dein individuelles Wohnmobil zum Greifen nah. Durch meine Tipps weißt Du nun, welche Software für Dich in Frage kommt und was Du jeweils beachten musst.

Ich würde mich freuen, wenn ich Dir beim Thema Wohnmobil planen Software weiterhelfen konnte und sage Danke für Deinen Besuch hier auf CAMPERWELTEN😍

Titelfoto: Wohnmobil Planung mit Software (Rechte: javelin-tech.com)

Rolf Möbius

Wenn er nicht gerade hinter dem Steuer seines Alkoven sitzt, findest du Rolf entweder schlafend im Hubbett oder Artikel für Camperwelten schreibend auf der Seitensitzgruppe mit den extra bequemen Polstern.

Letzte Beiträge